Um so mehr man sich mit den Materialien, Geschichten, Dokumenten und Fotos aus der Zeit von Januar 1960 bis Ende August 1960 beschäftigt, um so mehr Fragen tauchen auf. Offensichtlich können diese Fragen nur von denjenigen Menschen beantwortet werden, die damals an Entscheidungen, an Protesten oder an der Meinungsbildung mitgewirkt haben. Die Antworten auf diese Fragen könnte die Aufarbeitung um Vieles leichter machen:
1.
War die Initiierung der Sprengung von St. Marien eine von den Parteileitungen
in Berlin oder Rostock angeordnete Maßnahme? Oder entstand der Gedanke
zur Sprengung der Kirche in Wismar selbst?
2.
Warum ist der Aktenvermerk vom 23.7.1960, den der Gutachter W. Preiss
aus Dresden nach Besichtung der Kirche bereitsb am 18.7.60 geschrieben
hatte und der in Stadtverwaltung vorlgelegen hat, nicht auch den Stadtverordneten
bei Ihrer Entscheidungsversammlung am 4.8.1960 zur Kenntnis gegeben worden?
Wer hat diesen Vermerk mit dem Gutachterhinweis, daß die Kirche
leicht zu erhalten sei und von ihr keine Gefahr ausgehen wird, zurückgehalten
bzw. den Stadtverordneten vorenthalten?
3.
Wer waren die Männer und Frauen, die nach der ersten nächtlichen
Probesprengung am 4.8. gegen die weitere Vernichtungen ihrer Kirche protestiert
hatten?
Es gibt sich noch weitere Fragen aber auch Antworten. Schreiben Sie mir!
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