Wochenendausgabe, 10. Dezember 2005 | Wismar und Umgebung
- Ostseezeitung
Jugendliche bargen Steinreste
Wismar Sie reagierten schnell, die fünf Jugendlichen der Jugendbauhütte
und des Freiwilligen Sozialen Trainingsjahr (FSTJ) – beides Projekte der
Internationalen Jugendgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern e. V. (ijgd).
Der neu gegründete Förderverein St. Marienkirche zu Wismar hat
es sich zur Aufgabe gemacht, einen Teil der noch markanten Bruchsteine
an der Marienkirche in Wismar zur Erinnerung zu retten und zum Beispiel
als Andenken für den Spendenerwerb zu nutzen.
Daraus erfolgte die Bitte an die ijgd, bei der Bergung zu helfen. Schon
zwei Tage später waren Philipp Radeloff, Sven Gottschalk und Ronny
Bayerlein vom FSTJ sowie Philipp Böse und Julius Kostka von der Jugendbauhütte
vor Ort, um zusammen mit dem Leiter der örtlichen Ausgrabung, Torsten
Rütz vom Landesamt für Bodendenkmalpflege, die vorwiegend mittelalterlichen
Formsteine aus dem 13. und 19. Jahrhundert zu bergen.
„In diesem Zusammenhang gilt auch ein großes Dankeschön
an die Einsatzstellen der Jugendlichen, die diese für den Vormittag
freigaben“, meint Martin Bettermann, Leiter des Projektes Jugendbauhütte.
Denn damit unterstützten diese bei dem Ziel, gerade bei jungen Leuten
das Bewusstsein für Kulturbewahrung und Denkmalpflege zu erhalten
beziehungsweise zum traditionellen Handwerk zu machen.
J. F.